Reisebericht Marokko

Marokko - Kasbahs, Wüsten und Oasen

Kasbahs, Berber und Nomaden. Das sind nur einige Schlagworte, die Marokko beschreiben.
Unsere Rundreise führt uns zu prächtigen Palästen in den Königsstädten, verwinkelten Altstädten mit ihren Souks, mächtigen Sanddünen, Traumstränden, grünen Oasen und atemberaubenden Gebirgspanoramen. Eben Orient pur.

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Unsere Reise beginnt mit einer Fahrt nach Sete in Südfrankreich.
Hier schiffen wir uns mit unserem Bus auf der "Marrakech" ein, einem Fährschiff, welches uns innerhalb von zwei Tagen die spanische Küste entlang und durch die Straße von Gibraltar nach Tanger bringt.

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Unsere Fahrt führt durch Tanger hindurch in die Ausläufer des Rif Gebirges.
Vorbei an ausgetrockneten Flussbetten und rosa Oleander geht es höher über Chefchaouen bis nach Ouezzane.

Je höher wir kommen, desto eintöniger wird die Landschaft. Nur noch vereinzelt ist sattes Grün zu sehen. In mühevoller Arbeit versuchen Bauern, dem kargen Boden Nahrungsmittel und Futter für das Vieh abzuringen.
Mit Eseln und Maultieren werden die Früchte der Arbeit abtransportiert.

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Fes, die älteste der Königsstädte ist für drei Tage unser Ausgangspunkt für die Erkundung der Sehenswürdigkeiten in der Stadt und der Umgebung.
Sie ist seit Jahrhunderten kulturelles und religiöses Zentrum der Maghreb-Kultur.

Typisch für die marokkanische Bauweise sind wundervoll verzierte Tore, wie hier das Nehassa Tor, das zum Königspalast in Fes führt und das Stadttor Bab Bouleloud, der Zugang zur Medina.
In den engen, verwinkelten Gassen der Altstadt bieten Händler ihre Waren an.

Von einer Terrasse aus kann man im Gerberviertel den Handwerkern bei ihrer mühsamen Arbeit zuschauen. Man sollte allerdings bei diesen strengen Gerüchen keine allzu empfindliche Nase haben. Das benötigte Wasser wird einem durchfließenden Flüsschen entnommen.

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Auf einem fruchtbaren, landwirtschaftlich intensiv genutzten Plateau liegt die Stadt Meknes. Die Umgebung gilt als Kornkammer des Landes und führendes Weinbaugebiet.
In der Stadt, die vor allem von Moulay Ismail, einem früheren Herrscher geprägt wurde, blüht das Kunsthandwerk mit Holzmalereien, Keramik und Stickereien.
Vor dem Mausoleum Moulay Ismails warten traditionell gekleidete Wasserverkäufer auf Kundschaft.
Herrliche Pferde werden im ehemaligen königlichen Gestüt gezüchtet.

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ziz erfoud1Die Römerstadt Volubilis entstand im ersten Jahrhundert nach Christus.

Die Überreste zeigen eine typische Provinzstadt mit Kapitol, Forum, Basilika, Triumphbogen und Thermen mit schönen Fußbodenmosaiken.
Der nächste Abschnitt unserer Reise führt durch den Hohen Atlas und das karge Präsaharaplateau in die engen Schluchten des Ziz.

Weiter geht es durch das Tafilalet, Marokkos größter Palmenoase, zur Oase Erfoud.
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Den Sonnenuntergang erleben wir bei einem Kamelritt durch die Dünenlandschaft der Westsahara.
Nach einer Nacht in einem Hotel aus tausendundeiner Nacht fahren wir weiter nach Ouarzazate, von wo aus wir die Dades Schluchten erkunden.
Das Tal des Dades ist vor allem berühmt wegen seiner zahlreichen Kasbahs. Diese meist zweistöckigen Bauwerke wurden und werden aus Lehmziegeln errichtet und mit Ornamenten verziert. Auch in Tinerhir, einer mitten im Grünen auf Terrassen angelegten Stadt sind sehenswerte Bauwerke zu besichtigen.

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Ein Höhepunkt unserer Reise ist der Aufenthalt in Marrakesch, einer der vier Königsstädte. In der Medina finden wir die buntesten, belebtesten und größten Souks im ganzen Land. Die Stadt selbst ist mit vielen liebevoll angelegten Grünanlagen und Ziersträuchern aufgelockert.

Der Jemaa-El-Fna-Platz mit seinen Marktständen verwandelt sich jeden Nachmittag in eine Zirkusarena, wo Schlangenbeschwörer, Wahrsager, Zauberer, Wunderdoktoren und Possenreißer gegen ein kleines Entgelt zu unterhalten wissen.

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Auf dem Weg zurück nach Tanger finden wir noch die Zeit zu einem kurzen Abstecher nach Casablanca. Das markanteste Gebäude ist die Moschee Hassans II. Der Bau wurde durch Geldspenden der Bevölkerung ermöglicht, zu denen der Herrscher aufrief.
Eine Rundfahrt durch Tanger, dem letzten Ziel unserer Reise, darf natürlich auch nicht fehlen.

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Den Abschluss unserer Reise feiern wir mit einer Fantasia.

Nach einer kurzen Nacht begeben wir uns aufs Schiff, um die Rückreise aus dem puren Orient ins moderne Europa anzutreten.

 Bauer auf Esel in Marokko

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